Parade in Tarifa (1979)
Ein Tag im Leben von 25 Mönchen
Benito Román hat in Büchern den besten Verbündeten gefunden, um sein visuelles Gedächtnis vor dem unvermeidlichen Lauf der Zeit zu bewahren. In dem Buch Lo que yo viví (Was ich erlebte) stellt er Bilder zusammen, die den tiefgreifenden sozialen, politischen und kulturellen Wandel Spaniens nach dem Ende des Franco-Regimes und während der Übergangszeit zur Demokratie belegen. Wenn man die Seiten dieses Buches aufschlägt, taucht man ein in das Leben der Stadtviertel, die sozialen Mobilisierungen, die „destape“ genannte neue Freizügigkeit, den Sport, die Monarchie, das Leben in der Stadt und auf dem Land, die Frauen, die Homosexualität, das Bildungswesen, die Volksfeste… Eine breite Palette von Bildern, um diesen Moment des Wandels wieder zu erleben.
Im Jahr 1985 veröffentlichte er das Buch Duendes, entes y mojigangas, das den kleinwüchsigen Toreros gewidmet ist, und 1987 nahm er an dem Projekt Un día en la vida de España (Ein Tag im Leben Spaniens) teil. Drei Jahrzehnte sind vergangen, seit Román einen ganz besonderen Auftrag erhielt: Er sollte in nur 24 Stunden das klösterliche Leben von 25 Mönchen im Kloster Sobrado dos Monxes porträtieren. Es handelt sich um ein Projekt des nordamerikanischen Verlags Collins, der ein umfassendes Bild von Spanien in jenen Jahren vermitteln wollte. Benito Román war einer der 25 Fotografen, die an diesem Fotomarathon teilnahmen.
Er ist Preisträger mehrerer Wettbewerbe, darunter der Nikon International Competition im Jahr 1978 und der Fotopress de Cultura y Espectáculos im Jahr 1986. Er hat an zahlreichen Ausstellungen teilgenommen, sowohl an Einzel- als auch an Gemeinschaftsausstellungen.